DSC04589

Bei seinem ersten großen Auftritt verschaffte das Vokalensemble HG des Liederkranz am Samstag, 19. März 2016, seinem Publikum im Bürgerhaus Hohengehren ein ganz neues Musikerlebnis. Die altbekannten und vielgeliebten und oft gesungenen Melodien der Volkslieder wurden von Chorleiter Wolfgang Layer neu arrangiert aber keineswegs so verändert, dass einem das Mitsingen vergeht. Die Melodien wurden vielmehr von anderen Stimmen des Chors untermalt und wie in einem Orchester von neuen Tönen eingerahmt und in ihrem Klang verstärkt.

So blieb die Grundmelodie von „Im Märzen der Bauer“ erhalten, aber um sie herum die Töne so arrangiert und mit kurzen Texteinschüben erweitert, dass die umfangreiche Geschäftigkeit des Landmanns noch viel stärker zur Geltung kam. Und der Ruf des armen, vom Jäger erlegten Kuckucks dessen Melodie der Solist Martin König klangvoll zur Geltung brachte, wurde vom Chor so erweitert, dass ein reichhaltiges Vogelkonzert ertönte. Ebenso hat der Chor das von Ute Rast so schön gesungene „Der Mai ist gekommen“ in seiner Wirkung bereichert. Auch Wolfgang Layer trat selbst als Solist auf und sang vom Chor begleitet das zur Grundausstattung schwäbischen Liedgesangs zählende „Bald gras ich am Neckar“.

Auch das schöne nach dem Text von Joseph von Eichendorff von Friedrich Theodor Fröhlich komponierte „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ und die nach dem Text von Wilhelm Christian Ganzhorn vertonten Volksweise „Im schönsten Wiesengrunde“ wurden i ähnliche4 Weise zu einem musikalischen Hochgenuss. Gleiches gilt für das schwäbische Volkslied „Alleweil ka mer net lustig sein“.

DSC04598

Das Ehepaar König, Rita König an der Querflöte und ihr Mann Martin an der Gitarre begleiteten den Gesang des Publikums.

Auch das Publikum wurde beteiligt. Von Rita König an der Querflöte und ihren Mann Martin an der Gitarre begleitet sangen die auch aus den Umlandgemeinden gekommenen Gäste die Volkslieder „Mich brennt´s in meinen Reiseschuh´n“, „Zum Tanze da geht ein Mädel“, „Heißa Kathreinerle“ und abschließend das Volkslied „Nun ruhen alle Wälder“ der beiden Musik- und Sprachklassiker Johann Sebastian Bach und Paul Gerhard.

DSC04603 (2)

Die beiden Instrumentalsolisten Sabine Layer am Klavier und Flynn Marquardt am Horn.

Ein nicht nur musikalisch hochwertiges sondern auch lehrreiches Intermezzo steuerten die Pianistin und Ehefrau des Dirgenten, Sabine Layer, und der Hornist Flynn Marquardt bei. Marquart spielte nicht nur schön, sondern erläuterte auch fachmännisch die Entstehung und Funktion seiner Instrumente Alphorn und Horn. Zu hören waren das Alphornstück „Übermut“ und ungewöhnlich für Johann Sebastian Bach eine für das Horn bearbeitete Suite.

Abgeschlossen wurde das Konzert mit dem ohne Veränderung gesungenen Glanzstück der Volksmusik „In einem kühlen Grunde“ nach dem Text von Joseph von Eichendorff und der Melodie von Friedrich Glück sowie mit dem solistisch von Ute Rast gesungenen Marlene Dietrich-Klassiker „Sag mir wo die Blumen sind“. Mit dem Vokalensemble HG wurde beim Liederkranz Hohengehren eine Chorformation geschaffen, die es verdient über die engen Heimatgrenzen hinaus bekannt zu werden.

–rer