Jedes Jahr beobachten die Verantwortlichen beim Liederkranz Hohengehren den Wetterbericht Mitte Juni mit besonderer Aufmerksamkeit. Seit vielen Jahren wird zur Sommersonnenwende die traditionelle Sonnwendfeier veranstaltet, die zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt am Betonweg zwischen Hohengehren und Baltmannsweiler wird. Und dieses Jahr meinte es der Wettergott gut mit dem Verein.

Es war zwar windiges aber trockenes Sommerwetter angesagt und so konnten die Vorbereitungen guten Mutes angegangen werden.

Für den großen Holzstoß wurde Holz organisiert, Toiletten und Strom mussten bereit gestellt werden. Der Festplatz auf dem Grundstück der Familie des Sängers Eberhard Roos wurde gemäht. Und so konnte der Aufbau der Bewirtschaftungszelte und der Sitzgarnituren planmäßig erfolgen. Auch der OGV und der Posaunenchor Hohengehren stellten bereitwillig ihre Garnituren zur Verfügung.

Die große Hilfe der Firma Ayasse & Unrath für die Organisation und beim Transport des Holzes und der Garnituren und beim Aufbau des Holzstoßes kann hier nicht hoch genug hervorgehoben werden. Auch die Feuerwehr Hohengehren war wieder mit von der Partie beim Anzünden des Holzstoßes und der Absicherung des Feuers für die Umgebung.

Für die Kinder war die beliebte Rollenbahn aufgebaut, die immer ein großer Anziehungspunkt ist und begeistert angenommen wird.

Es dauerte nicht lange, da waren nach Festbeginn alle Sitzplätze belegt. An der Kasse und an der Getränkeausgabe sowie bei den Essensständen herrschte reger Betrieb. Die Besucher genossen die ruhige Atmosphäre zum Gedankenaustausch und zu anregenden Gesprächen mit Freunden und Bekannten.

Das Anzünden des riesigen Holzstoßes ist immer ein spannender Moment. Und als die Jugendfeuerwehr Hohengehren mit ihren Fackeln das Holz entzündete, herrschte spannende Stille. Nach wenigen Minuten stand der Holzstoß in Flammen. Ein Moment, der schon über Jahrhunderte und vielleicht sogar Jahrtausende die Menschen zu Zeiten der Sonnenwende fasziniert und zum Nachdenken über die Kräfte der Natur angeregt hatte.

Danach herrschte weiterhin reger Festbetrieb und die Sängerinnen und Sänger von Männerchor und „Joy of Music“ und weitere Helfer hatten alle Hände voll zu tun. Bald waren die Essenvorräte aufgebraucht. Bis gegen Mitternacht versammelten sich Jung und Alt um das Feuer und genossen die besondere Stimmung des schönen Sommerabends. Eine Überraschung bereitete ein Trompeter, der mit schönen Melodien hervorragend den Zapfenstreich blies.

Es war wieder ein schönes Fest. Und alle, die bei dieser Veranstaltung zusammen gearbeitet hatten, waren zufrieden. Harmonisch der Ausklang und der Abbau am nächsten Tag durch die vielen Helfer. Die Vorstandschaft dankt allen herzlich, die zum guten Gelingen des Festes beigetragen haben. Es war ein beeindruckendes Miteinander, wie man es sich in einer guten Vereins- und Dorfgemeinschaft vorstellt und wünscht. Ein großes Danke schön an alle Besucher, ohne die ein solches Fest nicht denkbar wäre.

(W.St./alle Fotos: Moritz Eberhard)