Der gemischte Chor „Joy of Music“ unter der Leitung von Gabriele Hermann
Der gemischte Chor „Joy of Music“ unter der Leitung von Gabriele Hermann beim Sommerkonzert im Bürgerhaus Hohengehren.

Um die Liebe, ihre Lust, Ihre Last und das ganze Leben drum herum, handelte das Sommerkonzert, das der Liederkranz Hohengehren am vergangenen Samstag im Bürgerhaus gesungen hat. Nach der Begrüßung und einleitenden Worten der beiden Vorsitzenden Pia Brucker und Wolfgang Digel bot der gemischte junge Chor „Joy of Music“ unter der Leitung von Gabriele Hermann und am Klavier begleitet von Sophia Thäter einen bunten Strauß aus bekannten englisch und deutsch gesungenen und teilweise selten gehörten Liedern.

Fast Immer drehte es sich um die Liebe. „Baby cares for me, only me“ auf deutsch „Mein Liebling will nur mich“ jubelt der Liebhaber im traditionellen Jazzkanon. „Wie kann es sein, dass das Glück sich verkehrt und offenbar jede Lösung verwehrt“ klagt der Komponist Daniel „Dän“ Dickopf in seinem Lied von einer zerbrechlichen Liebe. Und ein anderer betet noch jede Nacht, um die Richtige zu finden. Eingängiger, weil schon öfter gehört, waren für das zahlreiche Publikum die schwedische, der Heimatliebe gewidmete Värmlandweise und „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“.

Männerchor dirigiert von Wolfgang Layer
Der Männerchor dirigiert von Wolfgang Layer mit einem seiner Liebeslieder.

„Nirgendwo klingt die Liebe so echt wie in den alpenländischen Liedern“ behauptete Wolfgang Layer zu recht, bevor der von ihm dirigierte Männerchor „A Liedl für di“, „In Gedankn bin i bei dir, „Abe schaugn“ und „Fehlst mir so sehr“ anstimmte. Dass aber auch die einheimischen Liebeslieder die Herzen bewegen können, bestätigten die bekannten Volksweisen „Ännchen von Tharau“, „Wenn alle Brünnlein fließen“, „Wahre Liebe“ und das in neuerer Zeit entstandene so wunderschöne „Liebeslied für Lu“. Bevor das Publikum im Liebesschmerz versank, wurde es von Wolfgang Layer zum lustigen Mitsingen aufgerufen. Chor und Zuhörer wetteiferten je nach Neigung beim gleichzeitigen Gesang, einem Quodlibet, von „Zum Tanze da geht ein Mädchen“ und „Heißa Kathreinerle“, wobei die „Kathreinerles“ zwar zahlenmäßig in der Minderheit waren aber von der Gesangsstärke her gut mithalten konnten.

Solistin Constanze Seitz
Höhepunkt des Abends waren die Lieder der Solistin Constanze Seitz. (Fotos: M. Eberhard)

Den musikalischen Höhepunkt des Abends bot die hervorragende und auf dem Schurwald gut bekannte Solistin Constanze Seitz mit den ebenfalls der Liebe zugetanen Operettenliedern Das ist die Liebe“ und „O jag dem Glück nicht nach“ aus der Csàrdàsfürstin von Emmerich Kàlmàn. Ganz anders im Klang aber ebenso beeindruckend gesungen folgten die beiden Musical-Melodien „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ von S. Levay und „Totale Finsternis“ aus „Tanz der Vampire“ von J. Steinmann. Lang anhaltender Beifall belohnte die besonderen Leistungen aller Akteure und zeigte die Zufriedenheit der Zuhörer. (–rer)