Jedes Jahr beobachten die Verantwortlichen beim Liederkranz Hohengehren den Wetterbericht Mitte Juni mit besonderer Aufmerksamkeit. Seit vielen Jahren wird zur Sommersonnenwende die traditionelle Sonnwendfeier veranstaltet, die zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt am Betonweg zwischen Hohengehren und Baltmannsweiler wird. Und dieses Jahr meinte es der Wettergott gut mit dem Verein.
Bei dem am 5. Mai im Rahmen der Kulturreihe des Liederkranz stattgefundenen Vortrag von Kriemhilde und Walter Stürzl über ihre Reise nach Togo, wurde statt des Eintritts um eine Spende zu Gunsten der Seniorenarbeit in der Gemeinde Baltmannsweiler gebeten. Diese Spenden erbrachten einen Betrag von rund 350 Euro, der vom Ehepaar Stürzl auf 400 Euro aufgestockt wurde. Wie das Bild zeigt wurde diese Spende am vergangenen Dienstag fotogerecht an Bürgermeister Simon Schmid übergeben. Der Betrag geht an den Seniorenrat Baltmannsweiler-Hohengehren für die Hilfeleistung an ältere Bewohner über die Gruppe Rat und Tat. (-rer)

Mit Chormusik bei Kaffee und Kuchen, Ehrungen für verdiente Mitglieder und einem Foto-Rückblick auf die jüngere Geschichte des 175 Jahre alt gewordenen Vereins feierte der Liederkranz am Sonntag, 19. März, seinen Vereinsnachmittag. Mit rund 80 Mitgliedern und deren Partnerinnen und Partnern war das Hohengehrener Bürgerhaus beim diesjähriges Familienfest des Liederkranz voll belegt.

Bei der Mitgliederversammlung des Liederkranz Hohengehren am 27. Januar 2017 im Bürgerhaus konnten die beiden Vorsitzenden Jürgen Koch und Wolfgang Digel viel Positives berichten – mussten aber auch Negatives ansprechen. Positiv war der Ablauf des 175-jährigen Jubiläums mit drei Konzerten, einem Jubiläumsfest und dem repräsentativen Festakt am Goldboden. Positiv war auch die Entwicklung des Männerchores, der, durch Sänger aus Baltmannsweiler verstärkt, seinem hohen Qualitätsanspruch weiterhin gerecht werden konnte. Negativ verlief die finanzielle Entwicklung.
Fleißige Sänger wurden für regelmäßigen Singstundenbesuch geehrt. Von links: Wolfgang Digel, Hans Grau, Martin Sohn, Horst Kollitsch, Albrecht Kromer, Jochen Broer, Alfred Grau, Wolfgang Beck.
„Wir hatten ein gutes und erfülltes Jubiläumsjahr und dürfen darauf stolz sein.“ So eröffnete Vorstand Wolfgang Digel die Weihnachtsfeier des Liederkranz Hohengehren am 16. Dezember 2016 im Bürgerhaus. Er erinnerte an insgesamt elf Veranstaltungen, angefangen mit dem Konzert des Vokalensembles im März, über das große Jubiläumskonzert im Juni, das Sommerfest im Schulhof und den großen Festakt am Goldboden im August, sowie den Auftritt beider Chöre an der Gedenkstätte auf dem Rotenberg im Oktober und schließlich die umfangreichen Ehrung verstorbener Mitglieder im November.
Der Männerchor eröffnete die Weihnachtsfeier des Liederkranz Hohengehren. (Foto: M. Eberhard)
Der Totensonntag am 20. November 2016 war ein wichtiger Anlass, um zum Abschluss des Jubiläumsjahres namentlich der Mitglieder zu gedenken, die seit dem 150-jährigen Jubiläum im Jahr 1991 gestorben sind.
Der Liederkranz Hohengehren gab am Samstag, 29. Oktober 2016, im Rahmen seines Jubiläumsjahres ein Konzert an einem denkwürdigen Ort: In der Grabkapelle des württembergischen Königshauses auf dem Rotenberg. König Wilhelm I., der diese Kapelle 1820 zum Gedenken an seine Frau, Königin Katharina, errichten ließ und dort nach seinem Tod ebenfalls bestattet wurde, kann als Urvater des Liederkranz‘ gelten. Hat doch der Liederkranz Hohengehren aus Anlass von desssen 25-jährigem Thronjubiläum auf dem Goldboden erstmals öffentlich gesungen.
Von der guten Akustik in der Grabkapelle gefördert wurden die Lieder des Männerchores zu einem großen Auftritt. (Foto: Barden)
Mit einem unterhaltsamen Samstagabend im Schulhof und einem sonntäglichen Festakt an der historischen Stätte des Goldbodens schloss der Liederkranz Hohengehren am 27. und 28. August 2016 seine Veranstaltungsrunde zum 175-jährigen Bestehen des Vereins ab.
Ehrenvorsitzender Walter Stürzl und Bürgermeister Schmid enthüllen die von Uli Luz gefertigte Schautafel über den Liederkranz und den Goldboden. Fotos: H. Maurer
Im Schulhof wurde in angenehmer Abendkühle gespeist, geplaudert und nach der Musik der Esslinger Musikband „ES-music-fans“ sogar getanzt. Am folgenden Sonntagmorgen wurde am Goldboden zwischen Hohengehren und Manolzweiler, dort wo alles begann, die große Vergangenheit des Vereins und seine Bedeutung für das Kulturleben in der Gemeinde gewürdigt und in einer neuen Schautafel festgehalten.


